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D 80333 München Tel. +49-89-299070 Fax. +49-89-220762
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Am 15.4.1977 starb sie. Am 20.4.1977 haben wir sie zu Grabe getragen auf dem Perlacher Friedhof in München. Die allem Schönen zugetane, gütige liebenswerte Frau, die Numismatikerin aus Passion. Studium der Geschichte auf der Grundlage der klassischen Jurisprudenz haben sie im Laufe der Jahre zu einer der bedeutendsten Numismatikerinnen der Antike werden lassen. Ihre Auktionen waren Mittelpunkt derer, die Griechen, Römer und die Münzen der Randkulturen des Mittelmeerraumes sammelten. Auf ihren Auktionen fühlte man sich heimisch, unter Gleichgesinnten: die Hektik der Geschäftemacherei hat sie bewußt und geschickt vermieden. Sie hat das ihr eigene Fluidum verbreitet, es auf andere übertragen. Angeborenes, Angelerntes hat sie weitergetragen; damit hat sie und alle bereichert. Sie war uns Freundin geworden zur Stunde, als wir sie kennenlernten. In fröhlicher Runde war sie ein ebenso charmante Unterhalterin, wie eine selbstbewußte und zielstrebige Diskussionspartnerin, wenn es um die Wissenschaft im Allgemeinen und im Speziellen ging. Sie war fromm und gläubig und auch hier gab es Gespräche, die ich nie vergessen werde; die Fakten zerlegten und sich im Glauben fangen. Die Sammler, aber auch die Wissenschaftler und die Händlerkollegen haben in ihr eine mutige tatkräftige Frau, eine Mitstreiterin und Mitarbeiterin verloren - allzu früh. Unser Mitgefühl gehört ihrem Mann Dr. Kanein, der ihr freu zur Seite stand, der ihr zuliebe der Schöpfer des "Münzfälschungsgesetzes", des Standardwerkes für die Zukunft wurde; es gehört weiterhin ihren engsten Mitarbeitern, die sie beraten haben und ihr geistige anregung gaben. Gitta Kanein-Kastner wird in ihrer sprühenden Lebendigkeit - denn so war sie uns gegewärtig - immer unter uns bleiben. Ehre sie ihrem Gedenken und Zuversicht ih ihrem Glauben. Inge Frese |
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